AWD

28
07
2009

Ein AWD-Berater empfahl Immofinanz-Aktien als "todsicher" einem Angestellten, der Geld risikolos in Form eines kurzfristigen Sparprodukts veranlagen wollte. Der Kläger strebte eine kurzfristige Veranlagung von 4 - 8 Jahren an. Der Berater von AWD habe ihm „nur Aktien der Immofinanz“ empfohlen und über „keinerlei Risiken“ informiert. In der Folge haben die Aktien von Immofinanz massiv an Wert verloren. Das Handelsgericht Wien sprach Schadenersatz zu. (BGHS Wien 9.11.2008, 8 C 418/08s, Quelle: RA Öhlböck, raoe.at 28.11.2008)

Auch ein Fachmann weiß nichts von der Zukunft

25
07
2009

Josef Ackermann, Vorstand der Deutsche Bank AG, sagte im Mai 2008: "Ich meine, dass wir am Beginn des Endes der Krise sind." Im November, sechs Monate später: "Ich glaube, wir werden noch zwei, drei Jahre unter dieser Krise leiden."

[Trendbüro: Reale Werte-echte Gewinne, 2009, S. 16]

Aufklärungspflicht Einlagensicherung

15
07
2009

Wünscht ein Anleger eine "sichere" Anlage, muss eine Bank aufklären, wenn eine Anlage, sogar ihre eigene, nicht durch eine Einlagensicherung über die gesetzliche Höhe hinaus abgesichert ist (BGH Az. 152/08 und XI ZR 153/08). Die BFI-Bank versäumte dies und wurde insolvent. Nun haben die Anleger Schadenersatzansprüche wegen Falschberatung (eine Geldanlage bei Banken führt implizit zu Beratungsverträgen). Das erinnert ein bißchen an ein Urteil in den USA, dass Anbeiter von Mikrowellengeräten warnen müssen, dass Katzen nicht darin getrocknet werden können. Ein Kaffeetrinker erstritt ein Urteil, dass ein Coffeeshop darüber aufklären müsse, das Kaffee heiß sei und man sich die Finger verbrennen könne.

Anderersseits zeigt es deutlich, wie schlecht die Bundesbürger über Gelddinge Bescheid wissen.

Zu lange Laufzeiten geschlossener Fonds?

10
07
2009

Immer wieder kritisieren Presse und Verbaucherschützer die lange Laufzeit von Geldanlagen und geschlossenen Fonds, insbesondere bei älteren Anlegern. Dabei sind nur rund 10 % der Anleger unter 40 Jahre (Analyse des Verbandes VGF für 2008).

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