Reiche sind nicht die besseren Anleger

Reiche sollten aufgrund ihres Vermögens eigentlich mehr mit Geld beschäftigt sein und entsprechend professionell anlegen. Daran darf allerdings gezeweifelt werden.

Die Schweizer Privatbank LGT befragte 332 Privatkunden mit Vermögen über 500.000 Euro. Fast zwei Drittel gaben an, ein gutes bis sehr gutes Wissen über Anlagethemen zu haben. Ihre Portfolios allerdings bestehen im Schnitt zu 29 %% aus schlecht verzinstem Kontoguthaben, risikoreichen 32 % Aktien (trotz ausgesprochen risikoarmer Grundeinstellung der Befragten) und knapp zwei Drittel der Anlagen werden im Heimatland getätigt, was ein Klumpenrisiko darstellt.Laut Bank eine mangelhafte "Asset Allocation".

[Quelle: Vermögende Anleger leiden an Selbstüberschätzung. in: Das Investment 08/10, S. 54]

Noch reichere Kunden vertrauen Ihr Geld geheimnisvollen "Family Offices" an. Aber wie legen diese an?

Nach einer Befragung von Familienvermögensverwaltern dominiert die Aktienanlage, gefolgt von Anleihen und Investmentfonds. Eine Beimischung sind Private-Equity-Fonds und Zertifikate. Allesamt klassische Anlagen ohne große Überraschung.

[Studie: So ticken Family Offices, in: Das Investment 08/10, S. 55]